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Blasenkrebs - Ursachen, Symptome und Behandlung

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 16.000 Männer und Frauen an Blasenkrebs. Männer sind etwa 2,5 Mal so häufig betroffen wie Frauen. Üblicherweise tritt die Krankheit bei älteren Personen auf; Patienten unter 40 Jahren sind sehr selten. 

Was ist Blasenkrebs?

Blasenkrebs (auch Harnblasenkarzinom genannt) ist eine bösartige Erkrankung der Harnblasenschleimhaut. Sie befindet sich an den Innenwänden der Harnblase. Veränderte Zellen können zu einem Tumorwachstum führen. Die Ursachen hierfür sind nicht eindeutig geklärt. Es gibt jedoch einige Risikofaktoren, die das Auftreten eines Harnblasenkarzinoms begünstigen. Hierzu gehören:

  • genetische Vorbelastung
  • Rauchen
  • chronische Harnblasenentzündung
  • langjähriger Kontakt mit Chemikalien
  • frühere Bestrahlung
  • bestimmte Medikamente
  • extremer Konsum von künstlichen Süßstoffen oder Kaffee

Symptome

Nur selten berichten Patienten von spezifischen Schmerzen in der Flanke oder beim Wasserlassen. Häufig ist dagegen eine Rot-Braun-Färbung des Urins, die auf Blutbeimengungen zurückzuführen ist. Es kann zu Problemen beim Wasserlassen kommen.

All diese Symptome sind sehr unspezifisch und können eine Vielzahl von (harmlosen) Gründen haben. Um die Diagnose Blasenkrebs zu sichern oder zu widerlegen, ist eine Blasenspiegelung notwendig. Hier kann der behandelnde Arzt das Innenleben der Blase inspizieren. Die Blasenspiegelung liefert Informationen über die Lage und Größe sowie die Anzahl vorhandener Tumore. 

Behandlung

Bei der Behandlung von Blasenkrebs kommt es auf die Art des Tumors an: Handelt es sich um ein oberflächliches Harnblasenkarzinom, wird die sogenannte TUR-Blase durchgeführt. Bei diesem Verfahren wird der Tumor mithilfe eines über die Harnröhre eingebrachten endoskopischen Geräts abgetragen. Die Gewebeproben werden anschließend im Labor analysiert und geben Hinweise auf die Ausbreitung des Tumors. Bei dem Eingriff wird zugleich über die Harnröhre ein Medikament (Chemotherapeutikum) in die Harnblase gegeben, welches das Risiko für ein Rezidiv deutlich senken soll. Um die Erkrankung nachzusorgen und Tumor-Rezidive auszuschließend oder aber frühzeitig zu erkenn, müssen Patienten einmal pro Quartal zur Nachsorgeuntersuchung in die Praxis kommen. 

Ist der Tumor invasiv, also greift er bereits auf die Blasenmuskulatur über, muss die ganze Harnblase entfernt werden. Zur Ableitung des Urins kann dann beispielsweise aus Dünndarmm eine neue Harnblase konstruiert werden, in die die Harnleiter eingepflanzt werden. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sich die Krebserkrankung noch nicht in einem fortgeschrittenen oder metastasierten Stadium befindet.

Grundsätzlich gilt: Ein früher Behandlungsbeginn erhöht die Heilungschancen. Auch ist die Prognose bei oberflächlichen Tumoren besser als bei invasiven Tumoren. 

Behandelnde Ärzte: Dr. Armbruster und Dr. Gärtner

Dr. Armbruster und Dr. Gärtner sind ausgewiesene Experten im Bereich der medikamentösen Tumortherapie bei urologischen Tumorerkrankungen. Dank diverser Testverfahren im eigenen Labor und langjähriger Erfahrungen in der Sonographie und Zystoskopie (Blasenspiegelung) ist die Diagnostik von Harnblasenkarzinomen schnell und sicher möglich.

Bei der Behandlung von Blasenkrebs suchen die Fachärzte für Urologie für jeden Patienten maßgeschneiderte Lösungen, die dem individuellen Krankheitsbild gerecht werden. Persönliche Beratung und fundiertes Fachwissen, dazu eine langjährige Erfahrung in diesem Bereich, sind die besten Voraussetzungen für ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis auf Augenhöhe.

Häufig gestellte Fragen zu Blasenkrebs

Die Symptome von Blasenkrebs sind meist unspezifisch und müssen nicht zwangsläufig auf eine Krebserkrankung hindeuten. Ein häufiges Anzeichen ist jedoch rötlich verfärbter Urin (bei etwa 80 Prozent der Patienten), der durch Blutbeimengungen entsteht. Darüber hinaus können plötzlich auftretende Flankenschmerzen, Schmerzen beim Wasserlassen, gehäufter Harndrang mit jeweils nur kleinen Mengen Urin und eine chronische Blasenentzündung Anzeichen für Blasenkrebs sein.

Das Harnblasenkarzinom hat seinen Ursprung an der Innenseite der Blase. Es befällt zunächst nur die oberflächliche Schleimhautschicht des Organs und kann sich unbehandelt von dort in tiefere Schichten ausbreiten. Die Entwicklung eines Blasenkarzinoms wird begünstigt durch den Kontakt mit Chemikalien, eine chronische Blasenentzündung sowieTabakkonsum.

Von außen ist das Innere der Blase nicht einsehbar. Deshalb sind für die Diagnostik oft mehrere Untersuchungen notwendig. Dazu zählen eine Urinuntersuchung auf Blut und Tumormarker, eine Blasenspiegelung (gegebenenfalls mit Entnahme einer Gewebeprobe) und die Sonographie (Ultraschalluntersuchung) von Blase, Nieren und Nierenbecken. Mithilfe dieser Untersuchungsmethoden lässt sich ein Blasenkarzinom zuverlässig erkennen.

Bei Diagnose Blasenkrebs folgen weitere Untersuchungen, um zu überprüfen, ob der Krebs bereits gestreut hat. Dies erfolgt durch Röntgen des Brustkorbs, eine Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) des Bauchraums und - bei Verdacht auf Knochenmetastasen - durch eine Knochenszintigrafie. 

Welche Behandlung bei einem Blasenkarzinom infrage kommt, richtet sich unter anderem nach der Ausbreitung und Aggressivität des Tumors. Ist der Krebs noch nicht fortgeschritten und beschränkt sich auf die Blasenschleimhaut, ist es möglich, die Neubildung im Rahmen einer Blasenspiegelung über das Zystoskop zu entfernen. Im Anschluss kann eine örtliche Chemotherapie oder eine Immuntherapie dabei helfen, das Wiederauftreten (Rezidiv) des Tumors zu verhindern.

In fortgeschrittenen Stadien, bei denen der Tumor in tiefere Muskelschichten vorgedrungen ist, besteht die Möglichkeit einer Blasenentfernung (Zystektomie). Danach muss eine künstliche Harnableitung hergestellt werden. Beispielsweise kann der Arzt aus einer Darmschlinge eine neue Blase formen oder legt einen künstlichen Ausgang für den Urin. Haben sich bereits Metastasen gebildet, sind eine palliative Chemotherapie oder die Immuntherapie die geeignetste Behandlung. Sie können den Krebs oft aufhalten und das Überleben bei guter Lebensqualität verlängern.

Die Dauer des Heilungsprozesses richtet sich nach der Ausbreitung des Tumors und der gewählten Therapie. Wenn das Blasenkarzinom im Rahmen einer Blasenspiegelung entfernt wurde, folgt für sechs bis acht Wochen etwa einmal wöchentlich eine medikamentöse Nachbehandlung, die auch als Induktionsphase bezeichnet wird. Anschließend beginnt - je nach individuellem Befund - eine Erhaltungsphase, bei der weiterhin ambulante Medikamente in die Blase eingebracht werden. Die Erhaltungsphase kann von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren dauern.

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