Menu

Geschlechtskrankheiten - Arten, Symptome und Behandlung

Geschlechtskrankheiten stellen ein ernst zu nehmendes Problem dar. Denn obwohl die Erkrankungszahlen lange rückläufig waren, werden in den letzten Jahren in Deutschland (und auch im übrigen Europa) wieder zunehmend mehr Neuerkrankungen registriert.

Vielleicht liegt es daran, dass Geschlechtskrankheiten in der Gesellschaft noch immer ein Tabuthema sind. Im schlimmsten Fall können Sie jedoch lebensgefährliche Folgen haben. Umso wichtiger ist es, über die häufigsten Krankheitsbilder, ihre Symptome und Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären. 

Wie werden Geschlechtskrankheiten übertragen?

Geschlechtskrankheiten können grundsätzlich auf unterschiedliche Weise übertragen werden. In den meisten Fällen erfolgt die Übertragung jedoch durch sexuellen Kontakt. Die Erreger befinden sich in Körperflüssigkeiten wie Sperma, Vaginalsekret oder Blut und können durch kleinste Verletzungen der Schleimhaut in den Körper eindringen. Das Übertragungsrisiko bei ungeschütztem Sexualkontakt ist deshalb umso größer, je häufiger es zu solch kleinen (häufig unbemerkten) Verletzungen kommt. Am größten ist die Ansteckungsgefahr bei Analverkehr, etwas geringer bei vaginalem Geschlechtsverkehr und am geringsten bei Oralverkehr. Kondome können bei all diesen Sexualpraktiken weitgehend vor Ansteckung schützen!

Die häufigsten Geschlechtskrankheiten

Chlamydien

Die Chlamydien-Infektion ist die häufigste Geschlechtskrankheit in Europa. Sie ruft nicht zwangsläufig eindeutige Symptome hervor, kann sich jedoch durch Brennen beim Wasserlassen sowie klebrig-gelbem oder eitrigem Ausfluss äußern. Unbehandelt kann die Infektion - bei Frauen und Männern - zu starken Schmerzen bis hin zur Unfruchtbarkeit führen. Die Behandlung besteht in der Einnahme von Antibiotika.

Filzläuse

Filzläuse sind parasitäre Insekten, die sich vor allem im Schambereich wohlfühlen. Sie werden über engen körperlichen Kontakt und nicht über Körperflüssigkeiten übertragen. Durch die Bisse der Filzläuse verfärben sich die betroffenen Bereiche bläulich-grau und verursachen einen starken Juckreiz. Filzläuse lassen sich nur durch eine medikamentöse Therapie und der gründlichen Reinigung aller Kleidungsstücke, Bettwäsche und Handtücher beseitigen.

Tripper (Gonorrhoe)

Tripper (Gonorrhoe; auch: "weicher Schanker") ist eine bakterielle Infektion, die zunächst oft keine Symptome hervorruft. Das ist gefährlich, da die Erreger (hier: Gonokokken) so unbemerkt weitergegeben werden können. Im Laufe der Zeit führen die Bakterien zu einem Ausfluss, der für den Namen der Krankheit verantwortlich ist ("trippen" = tropfen) und Schmerzen beim Wasserlassen. Unbehandelt kann Gonorrhoe bei Männern und Frauen zur Unfruchtbarkeit führen. Behandelt wird Tripper mit Antibiotika. Tripper ist in Deutschland meldepflichtig.

Herpes Genitalis

Ausgelöst wird Herpes genitalis durch die Herpes-simplex-Viren, die weltweit verbreitet sind. Konkret handelt es sich hierbei um die Virentypen HSV1 und 2. Wie alle Herpes-Viren werden sie über Hautkontakt übertragen, deshalb bieten Kondome nur einen bedingten Schutz vor einer Herpes-Infektion. Bei den meisten Betroffenen rufen sie keine Beschwerden hervor. In einigen Fällen macht sich die Infektion jedoch durch einen starken Juckreiz und die für Herpes typische Bläschenbildung bemerkbar. Wenn es sich um eine erstmalige Infektion handelt, ist häufig ein allgemeines Krankheitsgefühl und Fieber zu beobachten.  Die medikamentöse Behandlung lindert zwar die Symptome, kann aber die Viren nicht vollständig ausschalten. Einmal angesteckt, bleiben sie im Körper, sodass die Krankheit immer wieder ausbrechen kann. Im schlimmsten Fall können Herpes-Viren Hirn- und Nervenentzündungen verursachen und das Risiko für Gebärmutterhalskrebs erhöhen.

Pilzinfektion (Candidose)

Eine Pilzinfektion (Candidose) kann auch ohne sexuellen Kontakt übertragen werden (zum Beispiel im Schwimmbad oder auf öffentlichen Toiletten). Bei Männern äußert sich eine Pilzinfektion in einer geröteten Eichel, an der sich oft kleine Punkte bilden. Auch bei Frauen treten Rötungen und Schwellungen auf, dazu kommt ein weiß-bräunlicher, unangenehm riechender Ausfluss. Betroffene beider Geschlechter klagen über einen starken Juckreiz und Brennen beim Wasserlassen. Behandelt werden Pilzinfektionen mit Anti-Pilz-Präparaten, die als Salbe, Tabletten oder (bei Frauen) Scheidenzäpfchen verabreicht werden. 

Syphilis

Die Syphilis (auch: "harter Schanker") ist eine schwere bakterielle Erkrankung, die durch den Erreger Treponema pallidum ausgelöst wird. Sie macht sich durch Ausschlag, kleinen Knötchen und Geschwüren im Intimbereich sowie geschwollenen Lymphknoten bemerkbar. In fortgeschrittenem Stadium greift die Infektion auf Knochen, Gelenke, Gesicht und Gehirn über. Tückisch: Auch ohne Behandlung verschwinden die Symptome nach einigen Wochen, aber die Bakterien befinden sich nach wie vor im Körper. Langfristig können sie schwere Organschäden verursachen. Eine ärztliche Behandlung ist deshalb dringend erforderlich. Es erfolgt eine Behandlung mit Antibiotika. Syphilis ist meldepflichtig.

Feigwarzen (Kondylome)

Papillomviren (HPV) können Feigwarzen (Kondylome) an Scheide, Penis und After hervorrufen. Hierbei handelt es sich um Warzen, die sich in Form, Größe und Aussehen deutlich unterscheiden können und in der Regel schmerzlos sind. Sie das Risiko für einige Krebsarten deutlich erhöhen. Sie können einzeln oder in Gruppen auftreten und lassen sich medikamentös oder operativ behandeln. Der operative Eingriff zur Entfernung der Feigwarzen kann auf verschiedene Weise erfolgen: mit Skalpell, Hochfrequenzstrom oder Laser. In der Praxis Dr. Armbruster / Dr. Gärtner kann die Entfernung weitgehend narbenfrei mit dem CO2-Laser erfolgen. 

Behandelnde Ärzte: Dr. Gärtner und Dr. Armbruster 

Als Fachärzte für Urologie gehören die Diagnose und Behandlung von Geschlechtskrankheiten zu den Alltagsroutinen von Dr. Gärtner und Dr. Armbruster. Ihre langjährige Erfahrung und ihr respektvoller Umgang mit jedem Patienten schaffen eine vertrauensvolle Basis für die anschließende Behandlung.

In ihrer Gemeinschaftspraxis für Urologie in Kornwestheim bei Stuttgart verfügen sie über ein ambulantes OP-Zentrum, in dem sie unter anderem Laseroperationen zur Entfernung von Kondylomen (Feigwarzen) vornehmen.

Häufig gestellte Fragen zu Geschlechtskrankheiten

Man sollte sich auf Geschlechtskrankheiten testen lassen, wenn Symptome auftreten, die für eine bestimmte sexuell übertragbare Krankheit typisch sind. Da aber nicht alle Geschlechtskrankheit sofort oder überhaupt Symptome hervorrufen, sind diese keine guten alleinigen Anhaltspunkte für eine eventuelle Ansteckung. Wenn Ihr Partner oder Ihre Partnerin an einer Geschlechtskrankheit leidet, ist es unbedingt ratsam, dass Sie sich auf eine eventuelle Ansteckung hin testen lassen. 

Ein regelmäßiger Test ist auch zu empfehlen bei wechselnden Sexualpartnern, insbesondere dann, wenn es zu ungeschützten Sexualkontakten gekommen ist. Je früher eine Infektion erkannt ist und behandelt wird, umso höher sind die Heilungschancen und umso geringer ist das Risiko, aus Unwissenheit weitere Menschen anzustecken.

Es gibt Geschlechtskrankheiten, die unbehandelt bei beiden Geschlechtern zur Unfruchtbarkeit führen können. Dies ist zum Beispiel bei Chlamydien und Tripper der Fall.

Einige Geschlechtskrankheiten sind gefährlich und können unbehandelt Organschädigungen zur Folge haben. Zu den gefährlichsten Geschlechtskrankheiten zählen in Anbetracht ihrer möglichen Folgen: Chlamydien (Unfruchtbarkeit, Erblindung), Feigwarzen (Krebs), Tripper (Unfruchtbarkeit, chronische Bauch- und Gelenkschmerzen), Syphilis (neurologische Störungen, Tod), HIV/AIDS (Tod).

Es gibt Geschlechtskrankheiten, die von Viren ausgelöst werden und gegen die man sich impfen kann. Hierzu gehören nicht nur die Infektionskrankheiten Hepatitis A und B. Auch Feigwarzen, die durch humane Papillomviren (HPV) ausgelöst werden, kann durch eine Impfung möglicherweise vorgebeugt werden. Möglicherweise deshalb, weil es zahlreiche verschiedene Subtypen dieser Viren gibt und nicht alle durch die Impfung erfasst werden.

Es ist möglich (und gar nicht so selten), mehrere Geschlechtskrankheiten gleichzeitig zu haben. Wenn bei Ihnen eine Geschlechtskrankheit diagnostiziert wurde, sollten Sie sofort um die Überprüfung anderer Erreger in Ihrem Körper bitten. Meist testet das Labor bei Verdacht auf eine sexuell übertragbare Krankheit automatisch auf weitere Erreger.

Wir sind gerne für Sie da.

Rufen Sie uns an

Wir sind erreichbar unter:

07154 997 96 88