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Harnleiterkrebs - Risiken, Symptome und Behandlung

Harnleiterkrebs (auch Ureterkarzinom genannt) ist eine seltene Krebserkrankung des Harnleiters. In manchen Fällen ist nicht nur der Harnleiter befallen, sondern auch die Nieren und Nierenbecken. Die Erkrankung tritt vor allem bei älteren Menschen zwischen 50 und 60 Jahren auf. Männer sind etwa zwei- bis dreimal so häufig betroffen wie Frauen.

Was ist Harnleiterkrebs?

Die Nieren produzieren ständig Harn, der über die Harnleiter (Ureter) in die Blase transportiert und dort gesammelt wird. Die Beförderung der Flüssigkeit vom Nierenbecken in das Speicherorgan erfolgt über koordinierte Muskelbewegungen der etwa 25 bis 30 Zentimeter langen und 4 bis 7 Millimeter dicken Harnleiter. Entarten Zellen innerhalb dieser Gewebeschläuche (meist in der Schleimhaut), kommt es zu einem unkontrollierten Zellwachstum, wodurch ein Tumor (das Ureterkarzinom) entsteht. 

Von Harnleiterkrebs sind vor allem ältere Menschen über 50 Jahre betroffen. Männer erkranken deutlich öfter am Ureterkarzinom als Frauen. Forscher gehen davon aus, dass das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern durch den bei Männern häufigeren Tabakkonsum und Risiken bei ihrem Beruf zustande kommt. Denn ein großer Risikofaktor für die Entstehung von Harnleiterkrebs ist eine langjährige Tätigkeit im Umfeld von aromatischen Aminen wie Anilin. Die Stoffe sind unter anderem in Farben und Lacken enthalten. 

Symptome von Harnleiterkrebs

Harnleiterkrebs bereitet Betroffenen lange Zeit keine Beschwerden. Das erste Symptom sind meist geringe Blutbeimengungen im Urin, die je nach Stadium deutlich sichtbar oder nur mittels Teststreifen nachweisbar sind. Schmerzen treten zu Beginn selten auf. Erst im späteren Verlauf der Erkrankung kann es unter anderem zu Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen kommen.

Viele Patienten ignorieren diese Symptome und suchen erst beim Auftreten starker Unterbauchschmerzen einen Arzt auf. Das Ureterkarzinom befindet sich dann meist schon in einem fortgeschrittenen Stadium, was die Prognose verschlechtert.

Diagnose des Ureterkarzinoms

Besteht der Verdacht auf einen Tumor der Harnleiter, veranlasst der Arzt zunächst eine Urinuntersuchung. Dabei lassen sich Blutbeimengungen identifizieren und Hinweise auf ihren Ursprung erkennen.

Zur weiteren Diagnostik wird eine Ultraschalluntersuchung und häufig eine Computertomografie (CT) der Nieren und Harnleiter durchgeführt. Auf den Bildern lassen sich kleinste Veränderungen wie das Ureterkarzinom sicher erkennen.

Um die Diagnose Harnleiterkrebs zu sichern oder auszuschließen, ist eine Biopsie (Gewebeuntersuchung) erforderlich. Mittels Ureterorenoskop dringt der behandelnde Arzt in einer Harnleiterspiegelung zu der Gewebeveränderung vor und entnimmt eine kleine Probe.

Bei der anschließenden Untersuchung unter dem Mikroskop lässt sich feststellen, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Veränderung handelt und welchen Ursprung der Tumor hat. Nur mit hundertprozentiger Sicherheit ist es möglich, eine zielgerichtete Therapie einzuleiten.

Behandlung bei Harnleiterkrebs

Welche Behandlung bei einem Ureterkarzinom zur Anwendung kommt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Vor allem das Stadium (Ausbreitung) der Erkrankung ist ausschlaggebend für die Wahl der Therapie. 

Ist der Krebs auf den Harnleiter beschränkt, lässt sich der Tumor operativ entfernen. In manchen Fällen ist es möglich, die Neubildung schonend ohne großen Schnitt mittels Laser zu behandeln.

Ist es nicht möglich, den Tumor mittels OP aus dem Harnleiter zu entfernen, werden der betroffene Harnleiter, die Niere und ein Teil der Blase entfernt (Nephroureterektomie).

In metastasiertem Stadium ist eine Chemo- oder Immuntherapie notwendig.

Behandelnde Ärzte: Dr. Armbruster und Dr. Gärtner

Dr. Armbruster und Dr. Gärtner haben als Fachärzte für Urologie mit fundierter Ausbildung eine große Expertise und jahrelange Erfahrung mit Krebserkrankungen der Harnleiter und der medikamentösen Tumortherapie.

In ihrer Gemeinschaftspraxis für Urologie in Kornwestheim behandeln sie seit vielen Jahren Patienten mit Harnleitertumoren unterschiedlicher Stadien. Insbesondere bei Krebserkrankungen ist ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis sehr wichtig. Deshalb nehmen sich beide Fachärzte viel Zeit für die persönliche Beratung, eine umfassende Diagnostik und eine maßgeschneiderte Behandlung bis zu den sich anschließenden Kontrolluntersuchungen, die bei Harnleiterkrebs unbedingt erforderlich sind. 

Häufig gestellte Fragen zu Harnleiterkrebs

Das Ureterkarzinom macht lange Zeit keine Beschwerden. Erst Blutbeimengungen im Urin deuten auf eine Veränderung in den Harnleitern hin. Diese kann jedoch auch gutartigen Ursprungs sein. In fortgeschrittenen Stadien sind Schmerzen im Unterbauch und in den Flanken möglich.

Harnleiterkrebs hat im Vergleich zu vielen anderen Krebserkrankungen eine relativ hohe Rezidivrate. Um neue Tumore frühzeitig erkennen und behandeln zu können, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen von großer Bedeutung.

Diese schließen in der Regel Blutuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen, CT und/oder MRT sowie Röntgenuntersuchungen des Brustkorbs ein. So sollen auch eventuelle Absiedlungen (Fernmetastasen) entdeckt werden.

Um das Risiko für eine erneutes Auftreten von Harnleitertumoren zu reduzieren, ist es wichtig, mögliche auslösende Faktoren zu meiden.

Was genau zum Auftreten von Harnleiterkrebs führt, ist noch nicht abschließend geklärt. Es gibt jedoch Faktoren, die mit der Entstehung der Tumore assoziiert sind.

Vor allem der Konsum von Tabak erhöht das Risiko, an einem Ureterkarzinom zu erkranken. Auch der Kontakt mit einigen chemischen Stoffen führt zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko.

Typische Symptome für Harnleiterkrebs gibt es nicht. Häufig bemerken Betroffene zuerst eine Blutbeimengung im Urin. Diese kann jedoch auch durch eine Entzündung und andere, eher harmlose Erkrankungen ausgelöst werden. Erst später kommen Schmerzen hinzu.

Wird Harnleiterkrebs in einem frühen Stadium entdeckt, bei dem sich der Tumor noch auf das Gewebe der Harnleiter beschränkt, sind die Heilungschancen gut. Hat das Ureterkarzinom bereits gestreut und Tochtergeschwülste in anderen Organen wie Gehirn, Lunge oder Leber gebildet, ist eine Heilung nicht möglich. Mit einer Chemo- oder Immuntherapie lässt sich jedoch in vielen Fällen ein Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und die Lebensqualität verbessern.

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