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Nierensteine - Ursachen, Symptome und Behandlung

Die Häufigkeit von Nierensteinen und anderen Steinleiden (Urolithiasis) hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Am häufigsten betroffen sind Männer und Frauen im mittleren Lebensalter. 

Definition: Was sind Nierensteine?

Nieren haben die Aufgabe, nicht benötigte Stoffe aus dem Körper auszuscheiden. Dazu bilden sie Urin, der bestimmte Substanzen erhält, die kristallisieren können. Übersteigt die Menge dieser Substanzen einen kritischen Wert, bilden sich Harnsteine. Diese befinden sich zunächst in den Nieren bzw. im Nierenbecken und heißen deshalb Nieren- oder Nierenbeckensteine. Wandern sie in den Harnleiter und weiter in die Blase, sprechen Mediziner von Harnleiter- bzw. Blasensteinen.

Entstehungsfaktoren: Wie / warum bilden sich Nierensteine?

Die Auslöser für die Bildung von Nierensteinen sind noch nicht eindeutig geklärt. Was man weiß: Es gibt Substanzen, die die Steinbildung fördern (Aktivatoren) und solche, die sie hemmen (Inhibitoren).

Bei einem gesunden Menschen besteht ein Gleichgewicht zwischen Aktivatoren (wie Harnsäure, Magnesium, Cystin, Calciumoxalat oder -phosphat) und Inhibitoren, das eine Steinbildung verhindert. Unter bestimmten Umständen verschiebt sich dieses Gleichgewicht jedoch, sodass es zur Steinbildung kommt. Das ist zum Beispiel bei einigen Erkrankungen der Fall, unter anderem bei:

  • Diabetes mellitus
  • Gicht
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Bluthochdruck
  • Krebs
  • einer Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus)

Weitere begünstigende Faktoren sind:

  • familiäre Vorbelastung
  • wenig Bewegung
  • eiweißreiche Kost
  • starkes Schwitzen bei zu wenig Flüssigkeitszufuhr

Die individuelle Symptomatik und die Familiengeschichte spielen bei der Diagnose eine wichtige Rolle. Unterstützt wird die Diagnostik durch die Urinanalyse, eine Ultraschall- und eine Röntgenuntersuchung. 

Therapie: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Zur Behandlung von Nierensteinen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Welche davon die geeignete ist, hängt von den Beschwerden des Patienten sowie der Art, Ort und der Größe des Nierensteins ab:

Akute Nierenkolik: Eine akute Nierenkolik ist ein medizinischer Notfall, der umgehend medikamentös behandelt werden muss, um die unerträglichen Schmerzen so schnell wie möglich zu lindern.

Harnsäuresteine und kleine Cystinsteine: Diese Steine lassen sich teilweise durch spezielle Medikamente auflösen. Mit entsprechend hoher Trinkmenge können die aufgelösten Steine dann aus dem Körper gespült werden.

Größere Harnsteine: Seit 1980 kommt bei der Behandlung von Nierensteinen die sogenannte extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) zum Einsatz. Bei diesem Verfahren treffen Ultraschallstoßwellen gezielt auf den Stein, die diesen durch den Druck zertrümmern. 

Das modernste derzeitige Verfahren ist jedoch die sogenannte ureterorenoskopische Steinentfernung. Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem der Nierenstein durch eine durch die Harnröhre durchgeführte Harnleiter- und Nierenspiegelung unter Narkose direkt entfernt oder aber durch einen Laser verdampft wird.

Alternativ kann bei großen Steinen eine Nierenpunktion mit endoskopischer Steinentfernung durch die Haut notwendig werden, 

Behandelnde Ärzte: Dr. Armbruster und Dr. Gärtner

Dr. Armbruster und Dr. Gärtner haben als Fachärzte für Urologie mit fundierter Ausbildung jahrelange Erfahrung mit Steinleiden. In ihrer Gemeinschaftspraxis für Urologie in Kornwestheim erleben sie ebenfalls eine Zunahme von Harn- und Nierensteinen.

Bei der Diagnose und Behandlung ist den beiden Fachärzten eine qualifizierte Rundum-Betreuung ihrer Patienten sehr wichtig. Vom persönlichen Beratungsgespräch über die umfassende Diagnostik bis hin zur individuellen Behandlung - die große Expertise und der Respekt gegenüber jedem einzelnen Patienten von Dr. Armbruster und Dr. Gärtner spiegelt sich in jeder Tätigkeit wider.

Häufig gestellte Fragen zu Nierensteinen

Wenn kleine Nierensteine nur zufällig entdeckt werden und keinerlei Beschwerden verursachen, müssen sie in der Regel nicht behandelt werden. Sobald sie aber Schmerzen bereiten, einen Harnwegsinfekt verursachen oder den Harnabfluss behindern, ist eine Behandlung angezeigt.

Insbesondere größere Steine können auf ihrem Weg durch die Harnleiter dessen Wände berühren und dadurch unerträgliche Schmerzen verursachen. Auch wenn es Anzeichen für eine Entzündung gibt, sollte eine Behandlung begonnen werden, in diesem Fall eine medikamentöse Therapie mit Antibiotikum. 

Nierensteine müssen keine Beschwerden verursachen. Viele Nierensteine werden eher zufällig bei einer Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung entdeckt, die aus einem ganz anderen Grund durchgeführt wurde. Bei einer Computertomografie lassen sich die Nierensteine dann deutlich bildhaft nachweisen. Der Vorteil hierbei ist, dass Größe und Lage des Steins genau bestimmt werden können. Diese Informationen sind für eine operative Entfernung des Nierensteins wichtig. 

Ohne Zufallsbefund erkennt man Nierensteine nur an den Beschwerden, die sie bereiten. Hierzu gehören leichte Bauch- und Rückenschmerzen bis zu krampfartigen Koliken, die mit Schweißausbrüchen und Erbrechen einhergehen können. Manche Patienten leiden unter Fieber und Schüttelfrost. 

Bis zu einer gewissen Größe der Nierensteine ist es möglich, Maßnahmen zu ergreifen, um den Steinabgang zu fördern. Dazu gehört: 

  • viel trinken, um die Nieren gut durchzuspülen
  • viel Bewegung (vor allem Hüpfen und Treppensteigen)
  • Verabreichung von Medikamenten zur Steinauflösung

Eine operative Entfernung des Nierensteins ist jedoch unumgänglich, wenn der Nierenstein die Harnwege oder Nieren blockiert und

  • kein Urin mehr ausgeschieden werden kann oder
  • der Patient an einem fiebrigen Harnwegsinfekt leidet oder
  • die Schmerzen auf keine Schmerzmittel mehr ansprechen

Da die Kristallisierung im Urin von dem ernährungsbedingten pH-Wert des Urins abhängt, hat die Ernährung einen Einfluss auf die Entstehung von Nierensteinen. Insbesondere tierisches Eiweiß scheint die Bildung der Steine zu begünstigen. Deshalb sollten Sie sich grundsätzlich gesund und ausgewogen ernähren und sich dabei an der traditionellen mediterranen Küche orientieren. Verzichten Sie weitgehend auf Kochsalz und tierische Fette sowie glukosehaltige Lebensmittel (Zucker, Marmelade, Süßigkeiten) und Nahrungsmittel mit viel Oxalat (Schokolade, Rhabarber, Spargel, Spinat, Erdnüsse).

Um Nierensteinen vorzubeugen ist es wichtig, viel zu trinken und gegebenenfalls die Ernährung umzustellen. Wenn Sie bereits ein hohes Risiko für Nierensteine haben, kann es unter Umständen sinnvoll sein, prophylaktisch spezielle Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

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